Mikrodosiertechnik
Unter Mikrodosierung verstehen wir die Dosierung von fließfähigen Medien in Volumenbereichen von unter einem Mikroliter.
Die fortschreitende Miniaturisierung in nahezu allen technischen Bereichen stellt Industrie, Entwicklungslabore und Forschungseinrichtungen vor immer neue Herausforderungen.
Die Mikrodosierung ist eine dieser Herausforderungen.
Immer kleinere Mengen von Klebstoffen, Ölen, Fetten und einer Vielzahl weiterer Medien müssen mengen- und punktgenau mit kürzesten Taktzeiten prozesssicher dosiert werden.
Dosierverfahren
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Dosierverfahren: die klassische berührende Dosierung und die berührungslose Dosierung.
Berührende Dosierung
Die berührende Dosierung ist so alt wie der Wunsch, ein in einem großen Behältnis vorrätiges Medium in kleinere Mengen aufzuteilen und auf bestimmte Stellen aufzutragen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Dosierung mit einer Klebstofftube. Zum Abgeben des Klebstoffs muss der an der Tubenspitze austretende Klebstofftropfen durch Berührung auf das Bauteil übertragen werden.
Charakteristik:
- langsame Dosierung
- Bauteil muss berührt werden
- Bauteil könnte beschädigt werden
- Klebstoff zieht Fäden
- Klebstoff ist nicht exakt an der vorgesehenen Stelle
- Klebstoffmengen sind schwer reproduzierbar
Trotz dieser Nachteile findet die berührende Dosierung auch heute noch in der Mehrzahl der automatisierten Prozesse ihre Anwendung. Gründe hierfür sind:
- fehlende Bekanntheit berührungsloser Dosiersysteme
- wenige Systemanbieter für berührungslose Dosiersysteme
- keine direkte Zugänglichkeit der Dosierstelle
(z.B. Hinterschneidungen) - Medien sind nicht berührungslos dosierbar
Berührungslose Dosierung (Jetten)
Durch steigende Anforderungen an Taktzeiten und Genauigkeit in fast allen Produktionsbereichen gewinnt die berührungslose Dosierung zunehmend an Bedeutung. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Verklebung kleinster elektronischer Bauteile (SMD-Bauteile) auf Platinen und Substraten. Der Bauteilträger muss dazu lediglich in der Ebene positioniert werden. Daraufhin kann der Klebstoff berührungslos aufgetragen werden.
Anhand des Beispiels werden die Vorteile des berührungslosen Dosierverfahrens deutlich:
- Zeitersparnis (durch Wegfall der Zustellbewegung und Abschuss des Mediums auf das Bauteil)
- keine Berührung des Bauteils (keine Beschädigung)
- gleichmäßige Ausbildung des Klebstofftropfens,
- Unabhängigkeit von Bauteiltopographie und Oberflächenbeschaffenheit
Medien
Mit dem entsprechenden Dosier-Know-how lässt sich eine große Anzahl von Medien berührungslos dosieren.
Um eine prozesssichere berührungslose Dosierung mit Ihrem Medium zu gewährleisten, bieten wir Ihnen eine umfangreiche Beratung und einen kostenlosen Initialversuch an.




